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GMAA Schiedsverfahren - Wie?

1. Was ist der Unterschied zwischen einem Schiedsverfahren und einer Schlichtung?
In einem Schiedsgerichtsverfahren entscheidet das Schiedsgericht endgültig und bindend über einen Streit. Bei der Schlichtung erarbeitet der Schlichter nach Anhörung der Parteien einen (schriftlichen) Vorschlag zur einvernehmlichen Regelung zwischen den Parteien; die Parteien sind frei, diesen Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen. Findet der Vorschlag nicht die Zustimmung der Parteien, ist das Schlichtungsverfahren ohne Ergebnis beendet und der Anspruchsteller muss entscheiden, ob er ein neues Verfahren (je nach Vereinbarung Schiedsgericht oder Prozess vor einem staatlichen Gericht) beginnen möchte. Die GMAA bietet für beide Verfahrensarten Regularien an. In der Praxis wird jedoch ganz überwiegend das GMAA-Schiedsgerichtsverfahren gewählt, auch deswegen, weil in Deutschland (anders als in den Common Law Ländern, also insbesondere England und USA) auch zum Schiedsgerichtsverfahren der Versuch einer Schlichtung gehört (§ 13 Schiedsgerichtsordnung)
2. Was ist der Unterschied zwischen einem Schiedsverfahren und einer Mediation?
Ein Schiedsverfahren ähnelt einem Verfahren vor den stattlichen Gerichten. Beide Parteien legen zunächst in Schriftsätzen ihren jeweiligen Standpunkt dar. In einer mündlichen Verhandlung werden diese dann näher ausgeführt und Fragen des Schiedsgerichts beantwortet. Am Ende entscheidet das Schiedsgericht über den Streit, sollte es nicht vorher zu einem Vergleich gekommen sein. Dagegen sorgt ein Mediator ausschließlich für eine geordnete, zielgerichtete Diskussion, in der die Parteien selbst Lösungswege erarbeiten und gegebenenfalls eine tragfähige, nachhaltige und interessengerechte Eingung erzielen. Die in aller Regel mehrstündigen Mediationsverhandlungen laufen nach einem festen, streng strukturierten Schema ab, das sicher stellt, dass alle Aspekte eines häufig vielschichtigen Konfliktes angemessen diskutiert und einer dauerhaften Lösung zugeführt werden.
3. Welche Arten von Streitigkeiten können vor ein GMAA Schiedsgericht gebracht werden?
Meist streiten die Parteien eines GMAA-Schiedsverfahrens über Ansprüche aus einer Charterparty, also z.B. über Positionen aus dem final hire statement. Aber auch cargo claims unter Konnossementen, Mengenverträge, Schiffskäufe sowie Schiffbau- und -reparaturverträge unterliegen häufig der GMAA Schiedsgerichtsbarkeit. Generell kann in jedem Vertrag die Zuständigkleit eines GMAA Schiedsgerichts vereinbart werden.
4. Was muss ich tun, um ein Schiedsgerichtsverfahren einzuleiten?
  Das Schiedsgerichtsverfahren beginnt mit der Ernennung eines Schiedsrichters durch die Schiedsklägerin (siehe § 4 Schiedsgerichtsordnung), der entsprechenden Information an die Schiedsbeklagte und die Aufforderung an die Schiedsbeklagte, ihrerseits einen Schiedsrichter zu benennen.
5. Muss ich bei einem GMAA-Verfahren einen Anwalt beauftragen oder kann ich mich auch selbst vertreten?
  Es gibt keinerlei Anwaltszwang. Jede Partei kann sich selbst vertreten oder durch einen Dritten vertreten lassen (§ 11 Absatz 6 Schiedsgerichtsordnung). In komplexeren Fällen kann es sich jedoch empfehlen, einen Anwalt zu beauftragen.
6. Was passiert, wenn die Gegenseite das Verfahren torpediert?
  Das Schiedsgericht hat zahlreiche Möglichkeiten, säumige Parteien zur Mitarbeit zu bewegen bzw. ohne deren Mitarbeit auszukommen (siehe z.B. § 10 Absatz 6 Schiedsgerichtsordnung). Bestellt eine beklagte Partei ihren Schiedsrichter nicht, so erfolgt die Ersatzbestellung durch den Vorsitzenden der GMAA (§ 4 Absatz 3 Schiedsgerichtsordnung). Reicht eine Schiedsbeklagte ihre Klagerwiderung nicht fristgerecht ein oder erscheint sie nicht zum angesetzten Termin, so kann zügig trotzdem ein Schiedsspruch ergehen.
7. Kann ich, wenn ich das Verfahren verlieren sollte, Berufung gegen einen GMAA-Spruch einlegen? Kann mein Gegner, wenn er verliert, das tun?
Nein. Es gibt keine Berufung im Schiedsgerichtsverfahren. Nur wenn die Schiedsrichter grobe Verfahrensverstöße begangen haben sollten, steht den Parteien das Recht zu, die Aufhebung des Schiedsspruches bei einem staatlichen Gericht zu beantragen.
8. Wer trägt die Kosten des GMAA-Verfahrens?
  Das entscheidet das Schiedsgericht (§ 14 Absatz 4 h) Schiedsgerichtsordnung). Üblicherweise entscheidet das Schiedsgericht, dass derjenige die Kosten des Verfahrens trägt, der verliert (§ 7 Absatz 4 Schiedsgerichtsordnung). Verliert eine Seite nur teilweise, muss sie dann auch nur den entsprechenden Teil der Kosten tragen. Endet das Verfahren durch einen Vergleich, so enthält dieser üblicherweise auch eine Regeleung zur Kostenverteilung.
9. Gibt es bei der GMAA auch ein „small claims procedure“?
Nein. Aber weil die Kosten nach der GMAA Gebührenordnung streitwertabhängig sind, haben "small claims" auch "small costs".
10. Kann ein GMAA Schiedsgericht auch "on documents" entscheiden?
  Ja, aber dann ist ein Schlichtungsversuch sehr viel schwieriger, weil Schiedsgericht und Parteien nicht zur Verhandlung räumlich zusammenkommen.
11. Welche Rolle spielt die GMAA, das Sekretariat der GMAA oder der Vorstand der GMAA im Laufe eines Schiedsverfahrens?
  Keine. Die GMAA verwaltet keine Schiedsverfahren, sie stellt lediglich eine effektive Verfahrensordnung zur Verfügung, unter der die individuell ernannten Schiedsrichter autonom agieren. Die GMAA hat keinen Apparat und keine bezahlten Mitarbeiter. Der ehrenamtlich tätige Vorstand und das Sekretariat haben keinerlei Einfluss auf das konkrete Schiedsverfahren und dessen Ausgang.
12. Wie stelle ich sicher, dass ein GMAA-Verfahren überhaupt zur Anwendung kommt?
  Ein Verfahren nach den Regelen der GMAA findet nur statt, wenn dies von den Parteien vereinbart wird. Dazu ist es erforderlich, eine Schiedsklausel in den zugrundeliegenden Vertrag aufzunehmen. Mann kann die Vereinbarung auch nachträglich treffen - sogar nach Erhebung der Schiedsklage. Musterschiedsklauseln finden Sie hier.

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